Durch die Arbeit bei den Emmaus-Sanierern saniert Helmut K. auch sein eigenes Leben

Die Geschichte von Helmut K. ist individuell – und doch typisch für viele Emmaus-Gäste, die in ihrem Leben ähnliche Erfahrungen machen mussten und die durch Emmaus wieder in eine geordnete Lebensspur gefunden haben, oder – wie im Fall von Helmut – zurück in den 1. Arbeitsmarkt.

Es ist viele Jahre her. Zusammen mit seiner ersten Frau baut Helmut ein Einfamilienhaus. Als Maurer bringt er das dafür notwendige handwerkliche Geschick mit und somit viel Eigenleistung ein. Aus der Beziehung geht eine Tochter hervor. Dann ist das Haus fertig – allerdings auch seine Beziehung. An diesem Punkt kommt Helmut erstmals in näheren Kontakt mit Alkohol – und freut sich andererseits schon bald darauf wieder über eine neue Beziehung. Helmut saniert die Wohnung seiner Freundin und zieht bei ihr ein. Doch dann die nächste Enttäuschung. Wieder geht die Beziehung schief und wieder muss Helmut alles zurücklassen. Doch die Flasche ist nicht fern; Helmut ertränkt seinen Kummer in Alkohol. Das geht nicht lange gut. Zunächst verliert er seine kleine Wohnung und dann den Arbeitsplatz. „Plötzlich stand ich buchstäblich auf der Straße“, erinnert er sich. Was jetzt? An dieser Nahtstelle seines Lebens tritt Emmaus das erste Mal auf den Plan. „Ich bekam Kontakt mit dem Emmaus-Wohnheim Kalvarienberg und konnte dort wenig später einziehen.“ Der nächste logische Schritt ist die Aufnahme einer Arbeit. Auch die bietet sich ihm bei Emmaus. Doch davor muss er noch sein Alkoholproblem in den Griff bekommen. „Ich überlegte nicht lange, verabschiedete mich vom Alkohol und nahm die Chance an.“ Weil er geschickte Hände hat, weckt der Emmaus-Sanierungsbetrieb sein Interesse. Helmut stellt sich vor und kann bald darauf dort anfangen. Für die Sanierer ist sein handwerkliches Geschick ein Segen. So steigt Helmut rasch zum Vorarbeiter auf.

Wieder im Lot

Arbeitstechnisch geht es also voran, doch die anderen Baustellen seines Lebens gibt es weiterhin. Emmaus-MitarbeiterInnen, allen voran Sanierungsleiter Reini Bugl, hören sich seine Sorgen an und unterstützen Helmut, wo es nötig ist. Doch ohne sein eigenes Zutun und den Blick nach vorne ist keine Entwicklung möglich. Als nächstes wird ein Praktikum bei einer externen Firma vereinbart. „Das habe ich so gut gemacht, dass sie mir nach Abschluss des Praktikums einen Job angeboten haben. Den hab ich natürlich auch angenommen.“ Nun muss er noch eine neue Wohnung finden. Einem Neuanfang steht nun nichts mehr im Weg.

Mit Hilfe von Emmaus und durch sein eigenes Zutun findet Helmut wieder in die Spur zurück. Seit 10 Jahren ist er bereits bei der Firma. Auch eine Beziehung hat er wieder, die gut funktioniert. „Ich bin dankbar, dass es Emmaus gibt!“, sagt Helmut.
Alles Gute weiterhin!

Sanierung

Foto: Emmaus