Ökumenischer Studientag

„Genug für alle. Die Option für die Armen in der Praxis unserer Pfarrgemeinden“ war das Thema eines ökumenischen Studientags im St. Pöltner Bildungshaus St. Hippolyt, der zur Nächstenliebe aufrief. Unter diesem Titel wurde Mut gemacht zum Handeln an der Basis.
Fotos: Wolfgang Zarl

Von der Emmausgemeinschaft St. Pölten war Emmaus-Geschäftsführer Mag. Karl Langer dabei. Er sprach zum Thema „Obdachlosigkeit – Endpunkt oder Wendepunkt?“ Und wies darauf hin, dass es bei Armut um ein Sammelsurium an Faktoren gehe, wie Beziehungslosigkeit, Gewalt, Sucht, Joblosigkeit oder Obdachlosigkeit. Alle Menschen sollten – bei allen materiellen Aspekten – Erfahrungen wie Wertschätzung, Respekt und Anerkennung machen. Darum bemühe sich die Emmausgemeinschaft, in dem sie sich um Menschen am Rande kümmere und ihnen neue Perspektiven eröffne, sagte Karl Langer. Die Kirche handle professionell karitativ auf Basis eines hohen sozialen Grundwasserspiegels. Allerdings gebe es innerhalb der Pfarren auch Differenzen, was es manchmal schwierig mache, MitarbeiterInnen sowohl für den Bereich Caritas als auch für die Verkündigung zu finden.

Neben Karl Langer sprachen unter anderem Magdalena Holztrattner, Direktorin der Katholischen Sozialakademie Österreichs, der evangelische „Armutsexperte“ Martin Schenk und der serbisch-orthodoxe Bischof Andrej Cilerdzic.

Holztrattner fasste den Studientag zusammen: „Genug für alle - bedeutet weniger für uns. Die biblischen Texte fordern, dass die Gottesliebe sich in der Nächstenliebe erweisen muss und dass Liebe politisch werden muss: Nicht mehr betteln, sondern gerechte Strukturen schaffen.“ Die „Option für die Armen" sei der rote Faden des Evangeliums. Wichtig sei es dabei immer wieder, den Alltag zu unterbrechen und sich einmal am Tag zu fragen: "Wofür lebe ich, was will ich von Herzen gerne tun, wofür bin ich dankbar?“ Mit so einer Haltung könne die destruktive Konsumhaltung überwunden werden und Lebensfreude wachsen.

Der Studientag baut auf dem Sozialwort des Ökumenischen Rates der Kirchen von 2003 auf. Kooperationspartner war unter anderem auch die Emmausgemeinschaft St. Pölten.

 

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