Leitbild der Emmausgemeinschaft

Jedem Menschen seine Würde

Emmaus steht für Weggemeinschaft von Menschen, die neue Hoffnung schöpfen. Die Emmausgemeinschaft St. Pölten wurde 1982 mit Unterstützung der Caritas der Diözese St. Pölten als gemeinnütziger Verein gegründet. Die Emmausgemeinschaft – Verein zur Integration sozial benachteiligter Personen – ist nicht gewinnorientiert und parteipolitisch unabhängig. Der Verein ist offen für Hilfe Suchende und MitarbeiterInnen aller Nationen und Kulturkreise sowie aller Konfessionen, Religionen und Menschen nichtreligiöser Weltanschauungen, sofern sie die Emmaus-Prinzipien respektieren.

Emmaus: Eine Wertegemeinschaft

  • Die Emmausgemeinschaft St. Pölten ist dem biblischen Menschenbild verpflichtet. Jeder Mensch ist Ebenbild und Abbild Gottes. Für ChristInnen hat die Nächstenliebe ihren tiefsten Grund darin, dass im Antlitz eines jeden Not leidenden und Hilfe suchenden Menschen Christus selbst erkannt wird. „Was ihr dem Geringsten meiner Brüder/der Geringsten meiner Schwestern getan oder verweigert habt, habt ihr mir getan oder verweigert.“ (Mt 25)

  • Wichtigstes Prinzip unserer Arbeit ist, die Würde jedes einzelnen Menschen zu achten und ihn/sie in seinen/ihren Fähigkeiten zu fördern. Die unverletzliche Würde eines jeden Menschen ist für die Emmausgemeinschaft St. Pölten grundlegend und unverzichtbar. Daher unser Einsatz für Personen, die ausgegrenzt oder von Ausgrenzung bedroht sind.

  • Liebe und Kompetenz sind unverzichtbare Prinzipien der Emmausgemeinschaft St. Pölten. Vorurteilsfreie Annahme des Hilfe suchenden Menschen sowie dessen professionelle Begleitung sind grundlegend in unserem Einsatz. Vorrangiges Ziel unserer Arbeit ist, Menschen zu befähigen, aus eigenen Kräften ihr Leben zu bewältigen. Dabei leisten wir Hilfe zur Selbsthilfe.

  • Dienstleistungen und Betreuungsangebote, die wir im Auftrag der Öffentlichen Hand erbringen, müssen vertraglich geregelt und finanziell abgesichert sein. Spenden werden primär für investive Maßnahmen, insbesondere für die Schaffung von Wohn- und Arbeitsplätzen verwendet. Die Emmausgemeinschaft versteht sich als Partner der öffentlichen Institutionen, des Landes Niederösterreich, des Arbeitsmaktservice NÖ, sowie zahlreicher sozialer Einrichtungen auf Stadt-, Landes- und Bundesebene. Wir schätzen sehr die Bedeutung von SpenderInnen, SponsorInnen, Personen und Institutionen, welche die Emmausgemeinschaft ideell und/oder finanziell unterstützen.


Emmaus: Dafür setzen wir uns ein
Wir setzen uns für eine Gesellschaft ein, die sich von Solidarität, Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung leiten lässt und die die unantastbare Würde jedes Menschen respektiert. Wir knüpfen mit vielfältigen Angeboten und gemeinsam mit verschiedenen Kooperationspartnern ein “Netzwerk der Solidarität“, das Menschen in schwierigen Lebenssituationen auffängt und trägt. Wir setzen uns für ein faires Weltwirtschaftssystem ein mit verpflichtenden sozialen und ökologischen Standards. Emmaus als Stimme der Stimmlosen. Lobbying für jene, die keine Lobby haben. „Es gibt keinen hoffnungslosen Fall“, weil es für Gott keinen hoffnungslosen Fall gibt.


Emmaus: Wir schaffen soziale Empfangsräume
In Emmaus sollen die Hilfe Suchenden Anerkennung, Respekt und Wertschätzung erfahren. Jeder Gast soll die Erfahrung machen, dass er/sie willkommen ist. Das pädagogische Stufenmodell von Emmaus (Begleitung in der Grundversorgung, von der nieder- zur höherschwelligen Wohnbetreuung, Angebote in den  diversen  Qualifikationsmaßnahmen) kann den Gästen die notwendige Neuorientierung erleichtern. Die Emmausgemeinschaft St. Pölten möchte für Menschen in Lebenskrisen soziale Empfangsräume schaffen, mit ihnen neue Lebensperspektiven erarbeiten und Übergänge gestalten. Gerne arbeiten wir mit Behörden, anderen Organisationen und Einzelpersonen zusammen, die unsere Anliegen teilen.


Emmaus: Weggemeinschaft mit ausgegrenzten Menschen
Das interdisziplinäre Team der Emmausgemeinschaft möchte mit jedem Hilfe suchenden Gast (KlientIn/PatientIn) eine zukunftsfähige Perspektive erarbeiten:
Erstellung eines Behandlungsplanes bzw. Gäste-Vertrages. Unser Ziel: jede/r Hilfe Suchende, der/die bei Emmaus Aufnahme findet, soll angstfrei, selbst bestimmt und in Würde leben können.


Emmaus: Gast-Freundschaft, die niemanden ausschließt
Emmaus will auch Tischgemeinschaft leben. Die MitarbeiterInnen bedienen bei Tisch jene, die in oft ausweglosen Situationen als Gäste zu uns kommen. Allen Religionen gemeinsam ist die Überzeugung, dass wir in jedem Fremden bzw. in jedem Gast Gott selber empfangen dürfen. („Die Freude am Menschen nicht verlieren.“) - Die Bezeichnung Gast ist Ausdruck größter Wertschätzung.


Emmaus: Arbeit - Wohnung - Hoffnung
Die Emmausgemeinschaft St. Pölten möchte den Menschen am Rande der Gesellschaft in Liebe begegnen und ihnen Arbeit, Wohnung und Hoffnung vermitteln. Emmaus als Ort der Hoffnung. Abbe Pierre: „Arbeit statt Almosen!“
Das sozialpädagogische Ziel der Emmausgemeinschaft ist der liebes- und arbeitsfähige Mensch. Dies wird möglich durch multiprofessionelle Teams, welche im Beratungs-, Wohn- und Arbeitsbereich unseren Gästen professionelle Betreuung anbieten. Die Tätigkeit der ha. MitarbeiterInnen wird von Zivildienern und ehrenamtlichten MitarbeiterInnen unterstützt.


Emmaus: Nest und Fest
Zwei Charakteristika von Emmaus St. Pölten. Gemeinschaft - Ort des Festes und der Versöhnung. Heilung statt Vernichtung. Zuwendung statt Ausgrenzung. Gemeinschaft als Ort der Zugehörigkeit, gegenseitiger Liebe, Ort der Vergebung, der Heilung u. des Wachstums. Die Betreuungsangebote der Emmausgemeinschaft stehen allen Hilfe Suchenden offen – unabhängig von ethnischer Zugehörigkeit, Religion, Familienstand, sexueller Orientierung oder persönlichem Verschulden. Die versöhnte Vielfalt von Kulturen und Religionen ist keine Utopie.


Emmaus: Vision statt Resignation
Die Emmausgemeinschaft St. Pölten versucht auf die „Neue Armut“ neue Antworten zu geben. (z.B. Notschlafstelle f. Jugendliche, Angebote f. psychisch kranke PatientInnen, Wohngruppe f. jugendliche Flüchtlinge). Die Entwicklung von Projekten, welche Modellcharakter und Schrittmacherfunktion haben, war und ist integrierender Bestandteil unseres Einsatzes für gesellschaftlich benachteiligte Personen. Die Emmausgemeinschaft St. Pölten trägt – nicht zuletzt durch ihre seriöse Öffentlichkeitsarbeit - in konstruktiver Weise dazu bei, die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen zu gestalten.


Emmaus: Baustein für eine geeinte Welt
Die Selbstbesteuerungsgruppe ist - rechtlich gesehen - kein Teil der Emmausgemeinschaft St. Pölten. Die Gruppenmitglieder unterstützen mit einem Solidarbeitrag die Durchführung von Solidaritätsaktionen. Insgesamt konnte die Emmaus-Selbstbesteuerungsgruppe bisher 30 Sozialprojekte in Osteuropa, Asien, Afrika, Mittel- und Südamerika unterstützen. Weiters wurden mehr als 220 Lkw Hilfsgüter nach Rumänien und Ex-Jugoslawien transportiert.


Finanzierung
Das Finanzierungs-Modell der Emmausgemeinschaft St. Pölten besteht aus drei Säulen: Eigenerwirtschaftung, Subventionen und Spenden. Die wichtigsten Förderstellen der Emmausgemeinschaft St. Pölten sind: Land NÖ, Arbeitsmarktservice NÖ, Bundesministerium für Justiz, Stadtgemeinde St. Pölten, Caritas St. Pölten, Diözese St. Pölten.

 

Die Emmausgemeinschaft St. Pölten wird gefördert von:
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