Wenn das eigene Zuhause fehlt

Wenn das eigene Zuhause fehlt

77 junge Menschen fanden 2024 Schutz bei COMePASS

St. Pölten, 12. August 2025 – Zum internationalen Tag der Jugend richtet die Emmaus Jugendnotschlafstelle COMePASS den Blick auf eine Realität, die hierzulande oft unsichtbar bleibt: Jugendobdachlosigkeit.

„Jugendliche auf der Straße sind keine Randnotiz, sie sind Teil unserer Gesellschaft. Jeder einzelne Fall steht für eine dramatische Gefährdung der psychischen Entwicklung und der Zukunftsperspektiven dieser jungen Menschen“, sagt Bernhard Klemt, Leiter der Jugendnotschlafstelle COMePASS.

Jugendliche ohne Zuhause – Zahlen aus 2024
Im Jahr 2024 suchten insgesamt 77 junge Menschen in akuten Krisensituationen Schutz bei COMePASS,
Von ihnen waren 47 Personen über 18 Jahre alt, während 30 Minderjährige unter 18 Jahren betreut wurden.
Insgesamt wurden 1.590 Nächtigungen verzeichnet. Davon entfielen 1.269 Nächtigungen auf junge Erwachsene und 321 Nächtigungen auf Minderjährige.

Diese Zahlen spiegeln eine Problematik wider, die österreichweit an Bedeutung gewinnt: Immer mehr junge Menschen verlieren aufgrund familiärer Konflikte, psychischer Belastungen, finanzieller Not oder Gewalt im eigenen Zuhause ihr Dach über dem Kopf. Studien zufolge ist die Dunkelziffer noch deutlich höher, viele Betroffene „tauchen unter“, schlafen bei Bekannten oder in Notunterkünften.

Warum eine Notschlafstelle lebenswichtig ist
COMePASS bietet jungen Menschen zwischen 14 und 24 Jahren einen sicheren Schlafplatz, warme Mahlzeiten, Beratung und Unterstützung – anonym, kostenlos und 365 Tage im Jahr. Ziel ist es, Perspektiven zu schaffen und einen Weg zurück in ein stabiles Umfeld zu ebnen.

„Wir arbeiten stets daran, den Aufenthalt in der Jugendnotschlafstelle so kurz wie möglich zu halten. Wenn sich Obdachlosigkeit verfestigt, wird es für die Betroffenen immer schwieriger, sich davon zu befreien“, betont Bernhard Klemt.

 

Rückfragehinweis

Stephanie Stadler, MA
stephanie.stadler@emmaus.at
0676/886 44 743

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