Organisation

Die Emmausgemeinschaft St. Pölten wurde 1982 vom Theologen und Sozialarbeiter Karl Rottenschlager mit der Intention gegründet, ein Auffangnetz für Haftentlassene zu schaffen. Heute bietet die Emmausgemeinschaft St. Pölten Einrichtungen für Menschen in Krisensituationen in den Bereichen Wohnen, Arbeit und gesellschaftliche Integration an.

Gast-Freundschaft, die niemanden ausschließt
Die Bezeichnung der Emmaus-Klienten als "Gäste" ist Ausdruck der Wertschätzung. Allen Religionen gemeinsam ist die Überzeugung, dass Gott selbst in jedem Menschen zu uns kommt. Daher ist jede/r bei Emmaus willkommen.

Wertegemeinschaft
Die Emmausgemeinschaft St. Pölten ist parteipolitisch unabhängig und offen für Hilfesuchende und MitarbeiterInnen aller Nationen, Kulturkreise, Religionen und Menschen nichtreligiöser Weltanschauung, sofern sie die Emmaus-Prinzipien respektieren. Unser wichtigstes Prinzip ist, die Würde jedes einzelnen Menschen zu achten und ihn/sie in seinen/ihren Fähigkeiten zu fördern - von der Empfängnis bis zum natürlichen Lebensende. Wurzel der Menschenwürde ist für uns das biblische Menschenbild: Jede/r Einzelne ist Ebenbild und Abbild Gottes.

Emmaus – Synonym für Hoffnung
Der Name "Emmausgemeinschaft" findet seinen Ursprung in der Bibel. Der Evangelist Lukas berichtet von zwei Jüngern, zu denen sich auf dem Weg von Jerusalem nach Emmaus ein Mann gesellt. Die Jünger sind verzweifelt, weil Jesus am Kreuz hingerichtet wurde. Der Mann macht ihnen wieder Mut. Als sie schließlich gemeinsam zu Tisch sitzen, erkennen sie den auferstandenen Jesus am Brechen des Brotes. Es ist das Symbol dafür, dass Christus für die Menschen sein Leben hingegeben hat – es mit uns teilen will - und es heute immer noch tut. In der Eucharistiefeier – jeden Dienstag wird bei Emmaus in der Hauskapelle des Wohnheimes Herzogenburger Straße die Hl. Messe gefeiert – ist Jesus durch seinen Leib und sein Blut gegenwärtig. Sein Gebot „Liebt einander, wie ich euch geliebt habe“ ist Aufforderung an jeden einzelnen Menschen, es ihm gleich zu tun – nicht nur in der Eucharistiefeier, auch im Alltagsleben. Wenn Menschen in seinem Namen „das Brot brechen“, also das Leben, das jedem Menschen von Gott geschenkt wurde, mit anderen teilen (finanziell, materiell, in der Begegnung, im Gebet), dann wird Seine Gegenwart offenbar, wie das auch bei den Jüngern von Emmaus geschehen ist, die Christus in der Tischgemeinschaft am Brechen des Brotes erkannten.

Als Ausdruck der Weggemeinschaft mit Ausgegrenzten möchte Emmaus auch Tischgemeinschaft leben. Die MitarbeiterInnen bedienen bei Tisch jene, die in oft ausweglosen Situationen als Gäste zu Emmaus kommen. Die gemeinsamen Mahlzeiten sind als kleines Fest gedacht, wo alle an einem Tisch Platz haben – auch die Ungeliebten unserer Gesellschaft.
Aus diesem Verständnis heraus ist auch das Emmaus-Logo zu erklären. Es zeigt zwei Brot brechende Hände – ein Symbol für das Teilen bzw. die Nächstenliebe – Herausforderung, Auftrag und Programm der Emmausgemeinschaft.

Arbeit – Wohnung – Hoffnung
Das Leben in der Emmausgemeinschaft ist geprägt von einem miteinander und voneinander Lernen, von Gästen wie von  MitarbeiterInnen. Möglich wird das durch kleine familienähnliche Wohn-, Betriebs- und Freizeitgemeinschaften. Gäste, die nach Heim-, Gefängnis- oder Psychiatrieaufenthalten zu Emmaus kommen, haben meist schon viel Leid erfahren aber auch weitergegeben. Bei Emmaus können sie ankommen und zur Ruhe kommen, erfahren Anerkennung, Respekt und Wertschätzung.

Ca. 320 Personen in Betreuung
In den Bereichen Arbeit (Transitarbeit und Arbeitstherapie), Jugend (Jugendnotschlafstelle COMePASS, Jugendsuchtberatung) und Wohnen (Notschlafstellen, Wohnhäuser) betreut Emmaus derzeit ca. 320 Personen täglich. Die Emmaus-Gäste werden entweder über andere Einrichtungen zu Emmaus vermittelt (AMS, Jugendberatungsstellen, Justizanstalten etc.) oder nehmen direkt Kontakt mit einer Einrichtung auf (z.B. Obdachlose in den Wohnheimen). Zur Zeit beschäftigt Emmaus ein Team von ca. 140 Angestellten (SozialarbeiterInnen, SozialpädagogInnen, ErgotherapeutInnen, Verwaltungskräfte). Zusätzlich sind derzeit 30 Zivildienstplätze genehmigt. Ca. 120 Ehrenamtliche unterstützen die Arbeit von Emmaus.

Die Emmausgemeinschaft St. Pölten wird gefördert von:
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Emmausgemeinschaft St. Pölten

Herzogenburger Straße 48-50
3100 St. Pölten

+43 (0)2742 20956
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