Unterstützung für Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen

(St. Pölten, am 18. Juli 2022) – Die Angebote der Grundversorgung für von Wohnungslosigkeit bedrohten oder obdachlosen Menschen der Emmausgemeinschaft St. Pölten sind den Niederösterreicher:innen gut bekannt. Weniger aber jene Angebote als Unterstützung für Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen.

Sidestep: Studie „Psychische Gesundheit in Österreich“

Im Juli 2020 wurde die Studie „Psychische Gesundheit in Österreich“ vom damaligen Gesundheitsminister und dem Berufsverband Österreichischer Psycholog:innen vorgestellt. Die Studie zeigte, dass bereits vor dem Ausbruch der Corona-Pandemie ein massiver Aufholbedarf bei der Versorgung von Menschen mit psychischen Erkrankungen bestand. Die repräsentative Online-Umfrage die im Zeitraum 2. bis 17. März 2020 1.000 Personen zwischen 16 – 69 Jahren beantworteten ergab, dass 39% der Menschen in Österreich von einer psychischen Erkrankung betroffen waren oder sind. Ein weiteres alarmierendes Ergebnis: Für 65% der Österreicher:innen wäre eine notwendige Behandlung nicht finanzierbar.

Arbeit & Wohnen für psychisch beeinträchtigte Menschen

Die Emmausgemeinschaft St. Pölten betreibt an sieben Standorten in St. Pölten Einrichtungen zur Unterstützung für Menschen in Krisensituationen. Dazu zählen, neben den Angeboten der Grundversorgung (Notschlafstellen, Tageszentren und Wohnheime), auch die Tagesstätten- und Wohnheimplätze für Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen oder Erkrankungen. Klar ist: Der Bedarf an Betreuungsangeboten nimmt zu.

Das Angebot zur Begleitung und Förderung von Menschen mit psychischer Erkrankung umfasst folgende Bereiche in Form von Tagesstätten:

  • CityFarm
  • Viehofen
  • Kochwerkstatt

Außerdem bieten folgende Wohnheime Plätze für Frauen und Männer mit psychischer Beeinträchtigung an:

  • Frauenwohnheim Brot & Rosen
  • Wohnheim Herzogenburger Straße
  • Wohnheim Viehofen

Zusätzlich wurde im Jahr 2017 die Wohnassistenz von Emmaus gegründet, die volljährigen Frauen und Männern mit psychischer Beeinträchtigung zur Verfügung steht.

„Etwa die Hälfte der Klient:innen in den Wohnheimen und Tagesstätten der Emmausgemeinschaft haben eine Doppel- oder Mehrfachdiagnose, was die hohen Anforderungen an das Betreuungspersonal verdeutlicht. Umso beeindruckender sind die Zahlen: Im Beobachtungszeitraum 2011 bis 2020 hat sich beispielsweise gezeigt, dass die stationären Aufenthalte unserer Gäste der Tagesstätte CityFarm um ein Drittel reduziert werden konnten“, informiert Emmaus-Geschäftsführer Karl Langer.

Für die Aufnahme – in allen Bereichen – gelten als Aufnahmevoraussetzungen eine diagnostizierte psychische Beeinträchtigung, Freiwilligkeit und eine prinzipielle Bereitschaft zur Annahme von Unterstützung sowie die Bereitschaft zu Beziehungs- und Kontaktaufbau.

Rückfragehinweis

Birgit Hinterhofer, MSc
birgit.hinterhofer@emmaus.at
0676/886 44 346

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